Versicherungsrecht

Das Versicherungsrecht schafft den gesetzlichen Rahmen sowohl für die Tätigkeit von Versicherungsunternehmen als auch für die geschäftlichen Beziehungen zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherten. Im Mittelpunkt der Regelungen stehen der Abschluss eines Versicherungsvertrags und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für beide Parteien.

Das Versicherungsvertragsgesetz beinhaltet neben Auflagen und Vorschriften für alle Versicherungszweige Regelungen für die wichtigsten von ihnen (Lebensversicherung, Krankenversicherung, Unfallversicherung, Schadensversicherung).

Die Neufassung des Versicherungsvertragsgesetzes im Jahr 2008 brachte wesentliche Änderungen hinsichtlich des Schutzes von Versicherungsnehmer. Das Schutzbedürfnis ist für Verbraucher beträchtlich gewachsen, weil die Versicherungsverträge und die darin enthaltenen Bedingungen für die meisten Verbraucher intransparent sind. Informationspflicht und Offenlegungspflicht sind für die Versicherer strenger geworden, Versicherte müssen nur noch schriftlich gestellte Fragen beantworten und sie haben ein bedingungsloses Widerrufsrecht. Auch einzelne Konditionen bei Lebensversicherungen und privaten Krankenversicherungen wurden zugunsten der Versicherten modifiziert.

Bei Unstimmigkeiten und Konflikten mit Versicherungen ist es dennoch weiterhin empfehlenswert, von Rechtsanwälten mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Versicherungsrecht unterstützt zu werden.

Artikel im Bereich Versicherungsrecht

Die Rechtsberatung in Versicherungsfragen und die Schadensregulierung durch Versicherungsmakler ist eine weit verbreitete Unsitte. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat diese Praxis nun mit dankenswerter Deutlichkeit mit aktuellem Urteil vom 14. Januar 2016 als einen eindeutigen Verstoß gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) bezeichnet.

In den letzten Jahren hat sich der Bundesgerichtshof immer wieder mit Fällen der Haftung von Versicherungsmaklern, bzw. Finanz- und Versicherungsvermittlern beschäftigt, sodass inzwischen eine gefestigte Rechtsprechung zu diesem Thema vorliegt. Wenn Vermittler ihren Kunden zum Wechsel bei Versicherungsverträgen raten, müssen sie ganz genaue Regeln beachten ...

Die Fahrerschutzversicherung ist ein neues Produkt der Versicherungswirtschaft. Sie ist im Ergebnis eine Vollkaskoversicherung für den Fahrer, der bislang bei selbst verschuldeten oder teilverschuldeten Unfällen nur unzureichend geschützt war. Aber die Probleme stecken wie oft im Detail.

Ein Einbruch, bei dem diverse Wertgegenstände entwendet werden, ist in letzter Zeit in Deutschland leider zu einem häufigen Ereignis geworden: Nach der Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes gab es im Jahr 2015 167.000 Wohnungseinbruchdiebstähle, im Jahr 2016 immer noch 151.000 Wohnungseinbruchdiebstähle.

Die Krankenversicherung erhöht den Beitrag – Rückerstattung1 Wenn die Begründung unzureichend ist? von Rechtsanwalt Uwe-Carsten Glatz und wiss. Mit. Moritz Wolfhard In Deutschland ist die Krankenversicherung, egal ob gesetzlich oder privat, eine Pflichtversicherung und die dafür fälligen Beiträge werden von den Versicherungen regelmäßig erhöht.

Einige Versicherer lehnen Leistung aus dort abgeschlossener Betriebsschließungsversicherung ab, mit dem Verweis darauf, dass der Coronavirus nicht versichert sei. Dem sollte entgegengetreten werden.

Zunehmend ist zu beobachten, dass Privatkrankenversicherer (PKV) bei Kinderwunschbehandlungen mittels IVF oder IVF/ICSI mit Hinweis auf die Belastung der Versichertengemeinschaft weitere Kostenerstattung solcher Behandlungen über den dritten Versuch hinaus ablehnen. Das ist rechtlich falsch.

Bei Kinderwunsch verweisen die Versicherer oft auf den Partnerversicherer, ohne das dies rechtlich zutreffend ist. Dem Versicherer sollte dann aber die Erstattungsfähigkeit auch der Partnerbehandlungskosten entgegengehalten werden.

Neues rechtskräftiges Urteil zwingt nun auch die Allianz-Lebensversicherung zu Rückzahlungen an Ihre Versicherungsnehmer

Der BGH hat in einer aufsehenerregenden Entscheidung festgestellt, dass Lebens- und Rentenversicherungen sowie Zusatzversicherungen zu Lebensversicherungen auch dann noch widerrufen werden können, wenn die Verträge bereits (längst) vorzeitig aufgelöst worden sind oder noch laufen.

Mit dem Antrag auf Abschluss einer BUZ kann bereits alles zu Ende sein! Dies gilt insbesondere für die Fälle, in denen die Versicherung wegen unvollständiger oder falscher Angaben im Antragsformular vom Vertrag zurücktritt, sobald der Kunde berufsunfähig wird. Von besonderer Wichtigkeit sind insbesondere die Gesundheitsfragen, mit denen der Versicherte Auskunft über zurückliegende Krankenhausaufenthalte oder ambulante Behandlungen und Krankheiten geben soll. Der Zeitraum, für den die Angaben rückwirkend verlangt werden, ist dabei oft ohne Begrenzung. Der Antragsteller müsste sich also rückwirkend bis zu seiner Geburt an alle...

Faire Vertragsbedingungen trennen die Spreu vom Weizen bei der Suche nach dem "besten" Versicherer. Noch lange bevor Sie Ihr Augenmerk auf die Höhe der Beiträge richten, sollten Sie einen genauen Blick auf die angebotenen Vertragsbedingungen wer-fen. Diese sind oft nur durch ein intensives Studium und die Einholung von rechtlichem Rat in ihrer Güte zu bewerten. Im einzelnen sollten Sie auf folgende Punkte achten: 1. Verweisung auf andere Berufe: Die wichtigste Frage ist, ob die Versicherung auf die sogenannte ?abstrakte Verweisung? verzichtet. Viele Versicherer verweisen Sie mit dieser Klausel als berufsunfähigen Kun-den, der in seinem bisher...

Die eigene Arbeitskraft ist eines der wertvollsten Güter, deren Verlust für den Menschen oft existenzbedrohend ! Das Findes eines guten Versicherungsschutzes durch einen ausgewiesenen Experten sollte man sich in diesem Fall gutes Geld kosten lassen !

Welcher Beruf gilt bei der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung als versicherter Beruf? Diese Frage musste der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Verfahren entscheiden.

Zur Wahrung möglicher Ansprüche aus seiner Berufsunfähigkeitszusatzversicherung muss ein Versicherungsnehmer, der über einen Zeitraum von mindestsens 6 Monaten ununterbrochen arbeitsunfähig ist, seine Berufsunfähigkeit gegenüber seinem Versicherer anmelden. Dies gilt nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz vom 24.02.2016 (AZ.: 10 U 910/15) selbst für den Fall, dass die behandelnden Ärzte wiederholt eine baldige Genesung in Aussicht gestellt haben.