Transportrecht

Unter „Transportrecht“ versteht man die Gesamtheit aller Normen und Vorschriften, die die Beförderung bzw. Transport von Gütern auf verschiedenen Transportwegen regeln. Für die Beförderung von Gütern gelten andere Gesetze als für die Beförderung von Personen (mit oder ohne Gepäck bzw. Transportgut). Die Normierung nimmt auf die unterschiedlichen Transportmittel Rücksicht. Bei grenzübergreifendem Transport greifen zumeist internationale Abkommen. Die gesetzlichen Grundlagen des Transportrechts sind mehrheitlich im Handelsgesetz niedergelegt.

Wie es bei Dienstleistungen üblich ist, kommt dem Vertrag über die zu erbingende Transport-Dienstleistung große Bedeutung zu.
Im Transportrecht unterscheidet man zwischen Frachtvertrag,
Speditionsvertrag, Umzugsvertrag und Lagervertrag. Sie sind in verschiedenen Paragraphen des Handelsgesetzbuches definiert.

Es gibt zahlreiche rechtsrelevante Vorkommnisse in der Transport- und Speditionsbranche, die eine fachkundige Beratung durch kompetente Rechtsanwälte erfordern. Eines der häufigsten Vorkommnisse mit rechtlichen Konsequenzen ist der Transportschaden, gegen den sich Speditionsfimren vorsorglich absichern sollten. Wegen der außerordentlichen Relevanz dieses Rechtsgebiets gibt es einen eigenen Fachanwaltstitel „Fachanwalt für Transport- und Speditionsrecht“) für entsprechend spezialisierte Rechtsanwälte.

Artikel im Bereich Transportrecht

Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung zum Aktenzeichen I ZR 104/11 skizziert, welche Dokumenations- und Nachforschungspflichten ein Frachtführer im Falle des Verlustes seines Frachtguts trifft.

Nachdem eine Güterversicherung eines Ladungsinteressenten die Regulierung eines Transportschadens vorgenommen hat, nimmt sie häufig selbst den Regress gegen den Transportunternehmer vor. Dabei stellt sich aus Sicht des betroffenen Unternehmers häufig die Frage, ob der Güterversicherer auch tatsächlich aktivlegitimert ist, das heißt berechtigt ist, Ansprüche im eigenen Namen und damit auch Klage im eigenen Namen zu erheben.

Sobald ein Transportschaden eingetreten ist, sind Unternehmen darum bemüht, die Folgeschäden so gering wie möglich zu halten. Wenn von der Lieferung Folgeaufträge abhängen und Unternehmen Gefahr laufen, Kunden zu verstimmen oder zu verlieren, steht eine "Ersatzlieferung" an erster Stelle. Erst in einem zweiten Schritt machen sich Unternehmen Gedanken, welche Ansprüche an Spediteur oder Frachtführer herangetragen werden können.

Da im Transportrecht für die Durchsetzung von Ansprüchen kurze Verjährungsschriften gelten, wird zur Hemmung der Verjährung auf eine sogenannte Haftbarhaltung zurückgegriffen.

Ein Großteil der deutschen Spediteure stützt sich auf die Allgemeinden deutschen Spediteurbedingungen, da diese gegenüber dem Gesetz Vorteile bringen. Ob dies ohne weiteres möglich ist, muss jedoch im Einzelfall geprüft werden.

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