Medizinrecht / Arzthaftungsrecht

Artikel im Bereich Arzthaftungsrecht

Das Patientenrechtegesetz verlangt, dass nachträgliche Änderungen in einer elektronischen Patientenakte erkennbar sein sollen. Was bedeutet dies für die Beweisführung?

Arzthaftungsrecht Die Bemessung des Schmerzensgeldes "Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadenersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden (§ 253 Abs. 2 BGB)." Unabhängig von seinem Anspruch auf Erstattung der materiellen Schäden wie etwa Heilbehandlungskosten, Pflegekosten und krankheitsbedingtem Verdienstausfall, gewährt § 253 II BGB dem Geschädigten eine "billige" Entschädigung für die erlittenen Schmerzen und sonstigen Beeinträchtigungen...

Die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen im Arzthaftungsrecht "Das Verhältnis von Arzt und Patient ist in der Idee der Umgang zweier vernünftiger Menschen, in dem der wissenschaftliche Sachkundige dem Kranken hilft" (Karl Jaspers) Der Idealtypus scheitert indes manches Mal an einer falschen Diagnose, fehlender oder unzureichender Aufklärung, unterlassenen oder fehlerhaften Behandlungsmaßnahmen. Bei der Durchsetzung berechtigter Schadensersatzansprüche muss der geschädigte Patient allerdings hohe Hürden überspringen. Selbst wenn ein Verstoß gegen die anerkannten Regeln der ärztlichen Kunst offenkundig...

Arzthaftungsrecht Nutzen-Risiko-Abwägung des geschädigten Patienten zur Auswahl des richtigen Verfahrensweges I. Strafrechtliche Ermittlungsverfahren 1. Nutzen - Weitgehend Kostenfreiheit, insbesondere keine Sachverständigen-kosten - Keine Gerichtskosten oder zu erstattende Gebühren bei Unterliegen in 1. Instanz - Bei grundsätzlicher Bedeutung generalpräventive Wirkung - Rechtskräftige Verurteilung ist Präjudiz für Schadenregulierung - Gewisse Bewältigungsmöglichkeit für den Geschädigten bzw. dessen Angehörige 2. Risiko - Sachverständige neigen eher zum Kollegenschutz - Hohe...

Wenn eine ärztliche Behandlungsmaßnahme oder ein operativer Eingriff nicht so verlaufen ist wie geplant, stehen viele Patienten vor der Frage, welche Ansprüche gegen den behandelnden Arzt bestehen und wie diese durchzusetzen sind. Behandelt ein Arzt einen Patienten kommt zwischen beiden Parteien ein sogenannter Behandlungsvertrag zustande, aus dem für den Arzt Pflichten erwachsen. Hierzu gehört zum Einen die Pflicht zur fachgerechten Behandlung, deren Erfolg der Arzt jedoch nicht garantieren kann und muss. Er muss lediglich fachgerechte Bemühungen mit dem Ziel der Heilung oder der Linderung von Beschwerden gewährleisten. Des Weiteren treffen den...