Mediation

Mediation ist eine inzwischen weit verbreitete Methode der außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten. Mit Hilfe der Mediation können Konflikte, die in jedem Bereich des menschlichen Zusammenlebens entstehen können, ohne langwieriges Prozessieren und ohne Gerichtsverhandlung gelöst werden. Die Mediation unterstützt die Konfliktparteien, im Laufe der mündlichen Mediation zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen, der beide Parteien zustimmen können und wollen. Die Einschaltung eines Mediators ist die Gewähr dafür, dass die Lösung selbstbestimmt und eigenverantwortlich zustande kommt.

Mediation wird von ausgebildeten Mediatoren und auch von Rechtsanwälten mit der Zusatzqualifikation Mediation angeboten. Wenn Rechtsanwälte als Mediator auftreten oder die Mediation begleiten, bietet ihre Rechtskompetenz die Gewähr, dass bei der durch Mediation ausgehandelten Lösung keine der beiden Parteien benachteiligt oder übervorteilt wird. Mediation eignet sich bestens für Trennungs- und Scheidungskonflikte, Erbschafts- und Nachbarschaftsstreitigkeiten, Familienkonflikte und auch für Konflikte im Unternehmen.

Artikel im Bereich Mediation

Die Zulässigkeit von Rechtsschutzversicherungen, welche zunächst eine Mediation vorsahen, bevor ein Rechtsanwalt beauftragt werden durfte, waren in den letzten Jahren umstritten. Der BGH hat jetzt in letzter Instanz mit Beschluss vom 14.01.2016 (-I ZR 98 / 15) entschieden ...

  Das OLG München hat in seinem Beschluss vom 2. 12. 2010 entschieden, dass der Beginn der Ausschlagungsfrist des Nacherben erst mit Kenntnis des Nacherbenfalls, §§ 2139 iVm 1944 II BGB. Dass der Nacherbe bereits während des Vorerbfalls Kenntnis vom Testament und somit von seiner Erbenstellung erhält, ändert hieran nichts. Das OLG München führte diesbezüglich aus, dass es dem Nacherben lediglich die Möglichkeit eröffnet, die Ausschlagungserklärung bereits mit Eintritt des Erbfalls abgeben zu können. Somit müsse der Nacherbe mit der Ausschlagung der Erbschaft nicht bis zum Eintritt des Nacherbfalls...

  § 2180 BGB sieht keine Frist für die Ausschlagung eines Vermächtnisses vor. Der BGH ent-schied im zu Grunde liegenden Sachverhalt, dass § 1944 BGB auch keine Anwendung findet. Zwar sieht § 1944 I BGB vor, dass die Ausschlagung nur innerhalb von 6 Wochen erfolgen kann. Jedoch wird in § 2180 III BGB auf diesen Paragraphen nicht verwiesen, sodass § 1944 BGB keine direkte Anwendung findet. Eine analoge Anwendung des § 1944 BGB ist nicht möglich, weil es an einer planwidrigen Regelungslücke fehlt. Diese ist jedoch Voraussetzung für eine analoge Anwendung. Folglich ist die Ausschlagung eines Vermächtnisses nicht...

Am 12.01.2011 hat die Bundesregierung einen Entwurf des Gesetzes zur Förderung der außergerichtlichen und gerichtsnahen Mediation beschlossen. Mit diesem Gesetz soll in Deutschland erstmals die  Mediation auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden. Das Gesetz dient dabei der Umsetzung der Richtlinie 2008/52/EG vom 21.05.2008. Ziel des Gesetzes ist es die Mediation bei uns in Deutschland zu fördern. Der Gesetzesentwurf stärkt dabei die Mediation, indem er die Vertraulichkeit des Mediationsverfahrens durch eine Verschwiegenheitspflicht des Mediators schützt und die Vollstreckbarkeit von Vereinbarungen, die im Rahmen einer Mediation geschlossen wurden,...

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