Handels- und Gesellschaftsrecht / Handelsvertreterrecht

Handelsvertreter sind in der Regel selbstständige Gewerbetreibende, die ermächtigt sind, für einen anderen Unternehmer entweder Geschäfte zu vermitteln oder sie in seinem Namen und auf seine Rechnung abzuschließen. Zwischen Kunden und Handelsvertreter bestehen bis auf wenige Ausnahmen keine Rechtsbeziehungen. Die für das Handelsvertreterrecht maßgeblichen Rechtsvorschriften sind im Handelsgesetzbuch enthalten.

Grundlage der Geschäftsbeziehung zwischen Handelsvertreter und beauftragendem Unternehmen ist der Handelsvertretervertrag, der den Charakter eines Geschäftsbesorgungsvertrags hat. Der Handelsvertreter kann selbst ein Unternehmen in Form einer Personen- oder Kapitalgesellschaft führen. Als Handelsvertreter verpflichtet er sich, die Interessen des Unternehmens, dessen Geschäfte er vermittelt oder abschließt, zu vertreten und zu wahren. Der Handelsvertretervertrag begründet den Anspruch des Handelsvertreters auf Provision, deren Grundlage in der Regel der Bruttobetrag des vermittelten oder abgeschlossenen Geschäfts ist.

In seltenen Ausnahmefällen ist der Handelsvertreter als arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger einzustufen, nämlich dann, wenn er seine Arbeitszeit nicht selbst bestimmt und/oder wenn seine Bezüge unter 1000 Euro liegen. Die Frage der Sozialversicherungspflicht ist insbesondere in solchen Fällen nicht immer leicht zu entscheiden.

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