Arbeitsrecht / Kündigungsschutzrecht

Der durch das Kündigungsschutzgesetz vorgeschriebene Kündigungsschutz gilt in allen Betrieben, die mehr als zehn Arbeitnehmer haben. Kündigungsschutz bedeutet, dass eine Kündigung nach einem mehr als sechs Monate dauernden Arbeitsverhältnis sozialwidrig ist, es sei denn, es liegen betriebsbedingte, personenbedingte oder im Verhalten des Arbeitnehmers liegende Gründe vor. Die Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in einem anderen Unternehmensbereich oder einem anderen Betrieb desselben Unternehmens nach geeigneten Weiter- oder Umbildungsmaßnahmen (Veränderungskündigung) ist einer endgültigen Kündigung vorzuziehen.

Bei einer ordentlichen Kündigung müssen die im Bürgerlichen Gesetzbuch vorgeschriebenen Fristen eingehalten werden. Bei einer außerordentlichen Kündigung kommt hinzu, dass ein wichtiger Grund für die Kündigung vorliegen und eine Interessenabwägung stattfinden muss. Für Angehörige besonderer Gruppen von Arbeitnehmern wie zum Beispiel Schwangere, Bezieher von Erziehungsgeld, Schwerbehinderte und Auszubildende, gelten zusätzliche Schutzvorschriften.

Gerichtsverfahren im Bereich des Kündigungsschutzrechts gehören zu den häufigsten vor Gericht ausgetragenen Konflikten im Bereich des Arbeitsrechts. Für die Beratung und Begleitung der streitenden Parteien sind Fachanwälte für Arbeitsrecht die geeigneten Experten.

Artikel im Bereich Kündigungsschutzrecht

Fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses wegen Beleidigung des Arbeitgebers durch den Ehegatten

... oder weshalb ein falscher leitender Angestellter oft einen echten goldenen Handschlag erhält. Fallstricke und Chancen im Kündigungsschutzrecht und der Betriebsverfassung

Für eine Kündigung ist es ausreichend, wenn der Empfänger einer ordentlichen Kündigung ermitteln kann, wann das Arbeitsverhältnis enden soll.

Beleidigt ein Auszubildender auf seiner Facebook-Seite den Arbeitgeber, kann dieses eine außerordentliche Kündigung des Ausbildungsverhältnisses rechtfertigen (LAG Hamm, Urt. v. 10.10.2012 – 3 Sa 644/12)

Arbeitnehmer dürfen während ihrer Arbeitszeit auch kleineren privaten Dingen nachgehen. Ein Besuch bei der Bank oder der Gang zu einer Toilette außerhalb der Arbeitsstelle reichen als Grund für eine fristlose Kündigung nicht aus. Dies hat das Arbeitsgericht Paderborn entschieden (Urteil vom 21.07.2010, Az.: 2 Ca 423/10). Eine Gemeinde hatte einem langjährigen Mitarbeiter eines Bauhofes fristlos gekündigt. Der Mitarbeiter erhob Kündigungsschutzklage und bekam Recht. Nach Auffassung des Gerichts ist das Aufsuchen der Bank durch den Kläger für ca. 10 Minuten nicht derart schwerwiegend, als dass es der Gemeinde unter...

‚Wir sehen uns zu unserem Bedauern veranlasst, das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis fristgemäß zum nächst zulässigen Termin zu kündigen.’ So oder ähnlich lauten die Formulierungen, wenn der Arbeitgeber eine Kündigung ausspricht. Wem die Kündigung ausgesprochen wurde, muss sich schnell darüber klar werden, was er will. Wird die Kündigung akzeptiert oder soll hiergegen Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht erhoben werden? Will ein Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung sozial ungerechtfertigt oder aus anderen Gründen rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen...

Wie das Leben so spielt, ein Wort gibt das andere und am Ende bekommt man die fristlose Kündigung. Fraglich ist nur, ob rüde Umgangsformen immer gleich eine Kündigung oder gar eine Fristlose rechtfertigen ...

Der Organisationsablauf unserer Kanzleien ist zertifiziert z.B. durch

TÜV Rheinland - nach CERT ISO 9001
TÜV Rheinland
nach CERT ISO 9001
DEKRA - nach CERT ISO 9001
DEKRA
nach CERT ISO 9001
TÜV HESSEN - nach CERT ISO 9001
TÜV HESSEN
nach CERT ISO 9001