Agrarrecht / Landwirtschaftsrecht

Das Landwirtschaftsrecht als das Recht landwirtschaftlicher Betriebe ist Teil des im Allgemeinen als umfassenderes Rechtsgebiet angesehenen Agrarrechts. Aber auch alleine für sich genommen ist Landwirtschaftsrecht ein sehr komplexes Rechtsgebiet, deren Vorschriften infolge der steten Änderung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen einem ständigen Wandel unterworfen sind. Hinzu kommt, dass das Landwirtschaftsrecht eine große Anzahl Sonderregelungen für Unternehmen und Unternehmer in der Landwirtschaft umfasst.

Rechtsanwälte mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Landwirtschaftsrecht unterstützen ihre Mandanten in einer Vielzahl für sie relevanten Fragen. Typische Problemstellungen sind zum Beispiel die Beantragung von EU-Subventionen, die Regelungen und Möglichkeiten bezüglich der
Nutzung nachwachsender Rohstoffe bzw. erneuerbarer Energien, eine Flurbereinigungsmaßnahme oder sonstige Beanspruchung landwirtschaftlicher Flächen durch die öffentliche Hand. Auch in Erbschaftsfragen, bei Übergabe oder Verpachtung eines landwirtschaftlichen Betriebs und bei Gründung oder Umstrukturierung einer Gesellschaft ist eine gesetzeskundige Beratung unerlässlich.

Artikel im Bereich Landwirtschaftsrecht

Die Begriffe „Bio“ und „Öko“ sind in! Deshalb versuchen viele Anbieter sich bei Werbeauftritten, Namen oder Produktkennzeichnungen als „Ökologisch“/ „Biologisch“ auszugeben. Doch oft ist das unzulässig (irreführende geschäftliche Handlung, § 5 UWG – Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb).

Wird ein Landpachtvertrag für längere Zeit als zwei Jahre nicht in schriftlicher Form geschlossen, so gilt er gemäß § 585a BGB für unbestimmte Zeit. Die Befristung ist also nicht wirksam; der Vertrag endet nicht mit Ablauf der Frist, sondern kann und muss durch Kündigung beendet werden. Eine ähnliche Regelung gibt es auch im Mietrecht (§ 550 BGB – dort für Befristung ab 1 Jahr).