Agrarrecht / Jagdrecht

Das Jagdrecht umfasst alle Normen und Vorschriften, die die Jagd betreffen. Das Wort kann auch im Sinne des Rechts zum Jagen verwendet werden. Rechtsgrundlage des Jagdrechts ist in beiden Fällen das Bundesjagdgesetz, die Jagdgesetze der Bundesländer, das Waffengesetz und weitere einschlägige Rechtsverordnungen.

Das Jagdrecht ist untrennbar verbunden mit dem Eigentumsrecht an den Grundstücken, auf denen die Jagd stattfinden soll. Das Jagdrecht steht zwar dem Grundstückseigentümer zu, das Jagdausübungsrecht hat der Eigentümer jedoch nur dann, wenn sein Grundstück groß genug ist, um als Eigenjagdbezirk zu gelten. Wenn dies nicht der Fall ist, werden Eigentümer kleinerer Grundstücke rechtlich als eine Jagdgenossenschaft eingestuft und das Jagdausübungsrecht fällt dieser Genossenschaft zu. Sowohl der Eigenjagdbezirk als auch der Jagdbezirk einer Jagdgenossenschaft können verpachtet werden.

Wie, wann und ob gejagt werden kann, hängt von den jeweils gültigen Jagd- bzw. Schonzeiten der Wildart ab. Eine weitere Voraussetzung für das aktive Jagen ist der Besitz eines Jagdscheins, der auch zum Erwerb von Jagdwaffen notwendig ist.

Artikel im Bereich Jagdrecht

1. Die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts wird nach § 23 Nr. 2 d GVG geprüft.; die örtliche Zuständigkeit nach § 12 ZPO nach dem Wohnsitz, Gerichtsstand der unerlaubten Handlung gem. § 32 ZPO oder dem dingliche Gerichtsstand i.S. d. §§ 26 ZPO i.V.m. 24 ZPO. Daher ist das Amtsgericht x sachlich (§ 23 Nr. 2 Buchst. d GVG) und örtlich zuständig. Die örtliche Zuständigkeit folgt jedenfalls aus § 26 ZPO, wonach im dinglichen Gerichtsstand des § 24 ZPO auch Klagen wegen Beschädigung eines Grundstücks erhoben werden können. Hierzu zählen die Wildschadenssachen. Vgl....

Häufig sperrt sich der Landwirt bei einer Zusammenarbeit zur Vermeidung von Wildschäden an Mais- und Wiesenflächen. Dabei verkennt der Landwirt oft, dass ihn eine Schadensminderungspflicht trifft und ihm schnell ein Mitverschulden entgegengehalten werden kann. Und er verkennt den beiderseitigen Vorteil der Schadensminderung. Nicht nur der Jagdpächter hat Pflichten, auch der Landwirt hat zur Abwendung eines drohenden Mitverschuldens mit dem Jagdpächter zusammenzuarbeiten.

Der Jagdgast bzw. Begehungsscheininhaber übt die Jagd aufgrund einer Gefälligkeit des Jagdpächters auf eigene Gefahr aus. Vor der Benutzung jagdlicher Einrichtungen hat sich der Jagdberechtigte selbst oder durch einen Fachmann von deren einwandfreien Zustand zu überzeugen, z.B. durch Rüttelprobe und vorsichtigen Aufstieg.

Falls Sie Revierjäger angestellt haben, fallen Jagdeinrichtungen als Betriebs- u. Arbeitsmittel auch unter die Betriebssicherheitsverordnung und den dort aufgeführten zusätzlichen Bestimmungen. Zusätzlich gelten immer die Vorgaben der Unfallverhütungsvorschrift „Jagd“ der Berufsgenossenschaft für Landwirtschaft, Gartenbau und Forsten.

Häufig möchte der neue Pächter, dass alte jagdliche Einrichtungen durch die Vorpächter entfernt werden. Bevor der Falsche erfolglos zur Beseitigung aufgefordert wird, ist zunächst von Bedeutung, wer Eigentümer z.B. der Ansitzeinrichtungen ist und wer die Beseitigung verlangen kann.

Ob Ansitze immer einen Grenzabstand von 75 m zum Nachbarrevier halten müssen, richtet sich nach der Landesgesetzgebung. § 28 LJG-NW sieht das vor.

Landwirtschaftliche Flächen bieten reichlich Futter für Wildtiere. Nicht nur in den großen Maisschlägen, sondern auch bei sonstigem Getreide sowie im Gemüseanbau kommt es immer häufiger zu verheerenden Schäden.

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