Agrarrecht / Flurbreinigungsrecht

Flurbereinigung bedeutet eine zweckmäßige Neugestaltung ländlicher Flächen im Sinne einer wirtschaftlich optimierten Nutzung. Zersplitterter Grundbesitz wird zusammengelegt, um eine wirtschaftlichere Nutzung durch Bebauung oder durch land- und forstwirtschaftliche Produktion zu ermöglichen. Bei Baugebieten wird eine solche Umstrukturierungsmaßnahme auch „Umlegung“ genannt.

Die Rechtsquelle der Flurbereinigung ist das Flurbereinigungsgesetz. Das Flurbereinigungsverfahren wird durch die zuständige lokale Flurbereinigungsbehörde durchgeführt. Konkrete Zielsetzungen bei Flurbereinigungsverfahren sind die Förderung der Entwicklung der regionalen ländlichen Struktur (Dorfentwicklung) sowie notwendige Infrastruktur- und Umweltschutzmaßnahmen. Der Bau von Straßen und Wegen ist eine meist notwendige flankierende Maßnahme bei der Flurbereinigung.

Eigentümer, deren Grundstück von einer Flurbereinigungsmaßnahme betroffen ist, werden für Flächen, die sie bei der Flurbereinigung verlieren, durch Geld oder Land entschädigt. Die Ergebnisse, vor allem der Werteausgleich bzw. die Entschädigung, sind nicht immer zufriedenstellend. Zur Wahrnehmung der Rechte der Betroffenen, die sie meist nicht ausreichend kennen, sollte die Unterstützung von Rechtsanwälten für Land- und Forstwirtschaftsrecht in Anspruch genommen werden, damit die im Flurbereinigungsverfahren üblichen Einspruchsfristen nicht versäumt und vorhandene Rechte auch tatsächlich durchgesetzt werden.

Leider wurden für Ihre Suche keine Artikel gefunden.