Agrarrecht / Fischereirecht

Unter Fischereirecht wird die Gesamtheit von Vorschriften und Normen verstanden, die sich auf die Fischerei beziehen. Für die Seefischerei gelten zahlreiche internationale Abkommen und Gesetze sowie die nationalen fischereibezogenen Gesetze, vor allem das Seefischereigesetz. Die Binnenfischerei wird in Deutschland von den Fischereigesetzen der einzelnen Länder unterschiedlich geregelt.

Das Wort Fischereirecht wird auch in einem anderen Sinn verwendet, nämlich im Sinne einer Erlaubnis, ein Gewässer oder einen Abschnitt desselben zu befischen. Üblicherweise wird das Fischereirecht in diesem subjektiven Sinn dem Eigentümer des Gewässers zugesprochen. Das Fischereirecht kann unabhängig vom Grundstück veräußert werden. Mittels eines Gewässerscheins kann das Recht zum Ausüben der Fischerei gepachtet werden.

Artikel im Bereich Fischereirecht

Das Nachstellen, das Fangen, das sich Aneignen und das Töten von wild lebenden Fischen, deren Hege sowie die Entnahme von sogenannten Fischnährtieren ist nach der gesetzlichen Definition in den Fischereigesetzen der Länder „Fischerei“. Hier bestehen recht komplizierte Regelungen, die zumeist im Landesrecht (Fischereigesetze der Länder) ausgestaltet sind.