PDF downloaden

Entschädigung nach Art. 7 der Fluggastrechteverordnung bei verpasstem Anschlussflug wegen Verspätung des Zubringerfluges

Entschädigung nach Art. 7 der Fluggastrechteverordnung bei verpasstem Anschlussflug wegen Verspätung des Zubringerfluges. EuGH und BGH stärken Rechte der Flugreisenden bei Flugverspätung

Der Fall:

Die Kläger hatten einen Flug von Miami über Madrid  nach Düsseldorf gebucht. In Miami wurden ihnen die Bordkarten für den gesamten Flug übergeben. Der Flug von Miami  hatte eine Verspätung von 80 Minuten, worauf die Kläger den Anschlussflug nach Düsseldorf verpassten und dort mit einer Verspätung von 7,5 Stunden ankamen.

Die Entscheidung:

Nach ausgesetztem Verfahren durch den BGH entschied der EuGH, dass auch im Falle eines verpassten Anschlussfluges ein Anspruch auf eine Entschädigung nach Art. 7 der Fluggastrechteverordnung besteht. Der EuGH  Vertritt die Auffassung, dass es bei Anschlussflügen, bei denen bereits komplett eingecheckt wurde, allein auf die Verspätung am letzten Zielort abzustellen ist. Dementsprechend hat auch der BGH zu Gunsten der Kläger entschieden, die im Ergebnis eine Ausgleichszahlung in Höhe von 600 € pro Person erhielten
( EuGH C-11/11 und BGH X ZR 123/10 ).
 

Erschienen am (Bearbeitet am 3. Oktober 2019 )

Zertifizierung der Organisationsabläufe

TÜV Rheinland - nach CERT ISO 9001
TÜV Rheinland
nach CERT ISO 9001
DEKRA - nach CERT ISO 9001
DEKRA
nach CERT ISO 9001
TÜV HESSEN
nach CERT ISO 9001