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Opferrechte im Strafverfahren

Opfer einer Straftat haben in den letzten Jahren immer mehr Rechte im Strafverfahren erhalten. Bis Mitte der 1980er Jahre war das Opfer einer Straftat bloßer Zeuge. Der Beobachter eines Verkehrsunfalles stand also dem Opfer einer Vergewaltigung letztlich gleich. Das hat sich in den letzten Jahren stark geändert, trotzdem kennen viele Betroffene ihre Rechte und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nicht oder nur lückenhaft. Auch haben sich die Möglichkeiten, Hilfe über Fachberatungsstellen zu erhalten, erheblich verbessert. Ein Überblick über die Möglichkeiten wird nachfolgend kurz dargestellt.

Zeugenbeistand

Zeugenbegleitung

Prozessbegleitung

Für Zeugen- und Prozessbegleitung gilt gleichermaßen, dass eine juristische Beratung nicht durchgeführt wird, auch wird inhaltlich meist nicht über den Fall gesprochen, denn sonst könnten die Zeugen- oder Prozessbegleiter von der Verteidigung des Täters als Zeugen benannt werden.

Am weitest gehenden können die Opfer bestimmter schwerer Straftaten (wie z.B. Körperverletzung, oder Sexualdelikten) oder aber beim bloßem Vorliegen schwerer Tatfolgen (z.B. auch bei einer „nur“ fahrlässigen Körperverletzung) ihre Rechte durch die Nebenklage wahrnehmen. Dies gilt auch für Angehörige eines getöteten Menschen. Dabei schließt sich das Opfer oder aber dessen Familie der Anklage der Staatsanwaltschaft an und darf das gesamte Verfahren über anwesend sein.

Eine Vertretung durch einen Rechtsanwalt, den sog. Nebenklägervertreter ist hier ratsam. Der Nebenklägervertreter kann – im Gegensatz zum Nebenkläger selbst – Akteneinsicht nehmen, er weiß auf welche Formalien zu achten ist, dies beispielsweise bei der Stellung eines Beweisantrages. Auch er darf das gesamte Verfahren über anwesend sein. Er erhält so einen Überblick über das Verfahren, kann zum richtigen Zeitpunkt Anträge stellen. Er kann dafür sorgen, dass das Opfer weitere Hilfe erhält, beispielsweise durch Einschaltung besonders geschulter Fachbearbeitungsstellen.

Auch bei der Nebenklage ist eine Übernahme der Kosten durch die Staatskasse möglich.

Adhäsionsverfahren

Opferentschädigungsgesetz OEG.

III.) Zeugenschutzprogramm

IV.) Fazit

Gerne stehen wir auch Ihnen zur Verfügung. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit unseren Rechtsanwälten.


Ulrich Sing
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht
Tel.: 0711/220 469 30
 

Erschienen am (Bearbeitet am 9. März 2020 )