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Antrag auf Pflegeleistungen bis Ende Oktober 2016 stellen!

Durch das Pflegestärkungsgesetz II ergeben sich ab dem 1. Januar 2017 viele Änderungen in der Pflegeversicherung. Wann ist jemand so pflegebedürftig, dass die Pflegeversicherung mit ihren Leistungen eintritt? Das hat der Gesetzgeber neu festgelegt. Betroffene und Angehörige müssen jetzt handeln!

Bei der Feststellung von Pflegebedürftigkeit werden dann neben den körperlichen Einschränkungen auch die geistigen und psychischen Beeinträchtigungen stärker berücksichtigt.
Ziel des Gesetzes ist es, die Pflegeleistungen besser am individuellen Bedarf der Betroffenen zu orientieren.

Die bisherigen 3 Pflegestufen werden ab Januar 2017 durch 5 Pflegegrade ersetzt.

Betroffene, für die bereits eine Pflegestufe anerkannt ist, werden automatisch dem entsprechenden Pflegegrad zugeordnet und haben in den meisten Fällen einen Anspruch auf die bisherigen Leistungen.

Da sich die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung künftig stärker an den geistigen und psychischen Beeinträchtigungen orientieren, werden Betroffene mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen von den diesbezüglichen Neuerungen durch das Pflegestärkungsgesetz nicht profitieren können.

Für diese Versicherte empfiehlt sich daher, noch bis Ende 2016 einen Antrag bei den Pflegekassen zu stellen.

Die Beurteilung der geltend gemachten Pflegebedürftigkeit richtet sich dann nach den bis Ende 2016 geltenden Regelungen, wodurch eine höhere Einstufung erreicht werden kann. Für diese besteht dann ab 2017 Bestandsschutz.

Eile ist ferner dadurch geboten, dass die Regelung des § 13 a SGB V ab dem 01. November 2016 bis Ende des Jahres im Rahmen der Umsetzung der Neureglungen durch das Pflegestärkungsgesetz ausgesetzt wird.

Nach dieser Regelung müssen die Pflegekassen innerhalb von 3 bzw. 5 Wochen über einen Antrag entscheiden.

Mit Aussetzen dieser Frist müssen die Betroffenen länger auf eine Entscheidung über ihre Anträge warten und die anfallenden Kosten für diesen Zeitraum vorstrecken.

Wir unterstützen Sie gern bei der Antragstellung und begleiten Sie während des Behördenverfahrens.

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