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Wassereinbruch bei Regen –Aufklärungspflichten beim Immobilienkauf?

Welche Aufklärungspflichten bestehen beim Immobilienkauf? Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 18.07.2016- 22 U 161/15- entschieden, dass der Kaufinteressent vom Verkäufer darüber aufgeklärt werden muss, dass bei starken Regenfällen Wasser in den Keller der Immobilie eindringt.

In dem zu entscheidenden Fall hat der Kläger 2012 ein Wohnhaus mit einem 1938 errichtetem Keller erworben und bei der Besichtigung gegenüber dem Verkäufer angegeben, den Keller als Lagerraum nutzen zu wollen. Das bei starken Regenfällen Wasser in den Keller eindringt, war nicht sichtbar und wurde vom Verkäufer auch nicht mitgeteilt. Im Kaufvertrag wurde ein Gewährleistungsausschluss vereinbart. Nach Übergabe des Hauses trat der Käufer u.a. wegen des aus seiner Sicht mangelhaften Kellers vom Kaufvertrag zurück.


Das OLG Hamm hat entscheiden, dass der Rücktritt zu Recht erfolgt ist. Aufgrund des regelmäßigen Wassereintritts bei starkem Regen ist das Haus nach Auffassung der Richter mangelhaft. Der Käufer brauchte aufgrund des Alters des Kellers auch nicht mit einem großflächigen Wassereintritt bei starken Regenfällen zu rechnen. Dies war für ihn bei der Besichtigung auch nicht erkennbar. Der vereinbarte Gewährleistungsausschluss greift nicht, da der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen hat.

Wenn Sie im Zusammenhang mit einem Immobilienkauf Fragen oder Beratungsbedarf haben sollten, können Sie uns gerne kontaktieren. Unser Kanzlei SH Rechtsanwälte ist im Immobilienrecht spezialisiert und begleitet bundesweit Mandanten beim Immobilienkauf.
 

Erschienen am (Bearbeitet am 31. Oktober 2019 )

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