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5-Punkte-Plan für Unternehmen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise wird zu erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei kleinen und mittleren Unternehmen fürhren - was ist dagegen bereits jetzt zu tun?

 

Für Unternehmen, die durch die Betriebseinschränkungen infolge der Maßnahmen der Behörden zur Eindämmung des Corona-Virus in Schwierigkeiten geraten, können folgende 5 Maßnahmen geboten sein:

* Beantragung Kurzarbeit – Antrag an Agentur für Arbeit

* Stundung fälliger Steuern – Antrag an das Finanzamt

* Entschädigung gemäß § 56 Infektionsschutzgesetz – Antrag an das LAGuS

* Liquiditätsdarlehen – Antrag an KfW über Hausbank

* Stundungsvereinbarungen – Verhandlungen mit Gläubigern

Es ist offenbar vorgesehen, die für Kapitalgesellschaften geltende Insolvenzantragspflicht innerhalb von 3 Wochen durch die Änderung der Insolvenzordnung zu verlängern, wenn durch die Schutzmaßnahmen ein Insolvenzgrund eintreten sollte. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass alle anderen Möglichkeiten der Liquiditätssicherung ergriffen wurden, so dass die vorgenannten 5 Punkte auch wichtig sind, um eine Insolvenzverschleppung zu vermeiden!

Sollte eine Betriebsausfallversicherung bestehen, sollte die Versicherung kontaktiert werden und eine nachweissichere Schadensmeldung veranlasst werden. Nicht alle solchen Versicherungen decken den „Corona-Fall“ ab – im Einzelfall muss man sich die Versicherungsbedingungen ansehen.

Im Bedarfsfall beraten wir Sie gern. Wir werten täglich alle neuen Informationen zu den staatlichen Hilfsprogrammen aus. Dennoch sind auch uns noch nicht alle Einzelheiten der gesetzlichen Neuregelung oder der gegenwärtigen Behördenpraxis bekannt oder überhaupt schon geklärt. Einiges bedarf noch der gesetzlichen Umsetzung.

weitere Informationen gibt es auch in dem Youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=c2zGYHhkEZs

 

Jörg Borufka

Rechtsanwalt

Rechtsanwaltssozietät WIGU

Erschienen am (Bearbeitet am 19. März 2020 )