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Geldwäschegesetz wird zum Problem für Vereine und deren Vorstände

Hohe Bußgelder drohen wegen nicht aktueller Daten beim Vereinsregister

Mit Wirkung ab dem 01.10.2017 ist (für viele unbemerkt) das Geldwäschegesetz geändert worden. Es wurde das Transparenzregister eingeführt und damit die Verpflichtung, die wirtschaftlich Berechtigten von Gesellschaften anzugeben und die Angaben stets aktuell zu halten, entweder in den öffentlichen Registern. Die Angabepflicht umfasst Name, Wohnort und Art/Umfang der Beteiligung.

AUCH VEREINE SIND BETROFFEN!
Auch wenn es sich um gemeinnützige Vereine handelt, werden die Vorstände vom Gesetz als "wirtschaftlich Berechtigte" angesehen. Die Folge: Es müssen stets AKTUELLE Angaben zu den Vorständen bekannt gemacht werden.

Bei Vereinen erfolgt die Angabe i.d.R. durch Anmeldung der Vorstände zum Vereinsregister. Ein Vorgang, der normalerweise nach jeder Vorstandsänderung sofort erledigt werden sollte, aber oft vergessen wird.

Dasselbe gilt schon, wenn sich ein Name (z.B. durch Heirat) oder der Wohnort eines Vorstandsmitglieds ändert.

ACHTUNG: Die Nichtbeachtung der Meldepflicht kann zu empfindlichen Bußgelder für die Vorstandsmitglieder führen.

Als Vorstandsmitglied eines Vereins ist man also gut beraten, wenn man spätestens in der nächsten Vorstandssitzung abklärt, ob der Vorstand in seiner aktuellen Zusammensetzung vollständig und richtig zum Vereinsregister angemeldet ist. Ist das nicht der Fall, sollte zeitnah ein Termin mit einem Notar gemacht werden, um die Anmeldung nachzuholen.

René Varelmann
Notar mit Amtssitz in Lingen (Ems) 

Erschienen am

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