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Bearbeitungsgebühren bei Krediten ab 2004 können jetzt bis Jahresende 2014 zurückgefordert werden

Haben Sie innerhalb der letzten zehn Jahre einen Kreditvertrag abgeschlossen? Ganz egal ob für eine Immobilie oder ein Auto, ein Möbelstück oder einen "Einfach-So-Kredit". Dann sollten Sie sofort im Vertragstext nachsehen, ob von Ihnen eine sogenannte "Bearbeitungsgebühr" verlangt wurde. Diese können Sie noch bis zum Ende des Jahres 2014 von Ihrer Bank zurückfordern.

Schon im Mai 2014 hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass laufzeitunabhängige Kreditbearbeitungsgebühren in Kreditverträgen rechtswidrig waren. Solche Bearbeitungsgebühren können von den Kunden zurückgefordert werden. Aktuell hat der BGH nun entschieden, dass dies auch für ältere Kredite bis ins Jahr 2004 zurück gilt. Aber Eile ist geboten: Die Rückforderung muss bis Ende 2014 geltend gemacht werden, wenn der Kreditvertrag in den Jahren 2004 bis 2011 abgeschlossen wurde.

Hintergrund ist die soegnannte Verjährung. Das Gesetz sieht Fristen vor, innerhalb der berechtigte Ansprüche nur geltend gemacht werden können. Diese Frist beträgt regelmäßig drei Jahre und beginnt, wenn Sie Kenntnis von allen Tatsachen haben, die Ihren Anspruch begründen. Der Bundesgerichtshof hat nun festgestellt, dass diese Kenntnis bei Kreditnehmern erst im Jahr 2011, als das Thema der Kreditbearbeitungsgebühren in den Medien präsent war, vorlag. 2011 +3 = 2014; deshalb verjähren diese Ansprüche zum Jahresende 2014.

 

Axel Pabst, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht empfiehlt: Fordern Sie jetzt die Bearbeitungsgebühr von Ihrer Bank zurück und setzen Sie eine Frist zur Rückzahlung von zwei Wochen. Sollte die Bank sich weigern, die Gebühr zurückzuzahlen, oder die Frist verstreichen lassen, müssen Sie noch vor Jahresende eine Klage bei Gericht einreichen.

 

Hier finden Sie die aktuelle Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs zur Verjährung von Rückforderungsansprüchen im Zusammenhang mit Kreditbearbeitungsgebühren.

 

 

 

 

Kreditbearbeitungsgebühren FAZ

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