Jagdrecht

Das Jagdrecht umfasst alle Normen und Vorschriften, die die Jagd betreffen. Das Wort kann auch im Sinne des Rechts zum Jagen verwendet werden. Rechtsgrundlage des Jagdrechts ist in beiden Fällen das Bundesjagdgesetz, die Jagdgesetze der Bundesländer, das Waffengesetz und weitere einschlägige Rechtsverordnungen.

Das Jagdrecht ist untrennbar verbunden mit dem Eigentumsrecht an den Grundstücken, auf denen die Jagd stattfinden soll. Das Jagdrecht steht zwar dem Grundstückseigentümer zu, das Jagdausübungsrecht hat der Eigentümer jedoch nur dann, wenn sein Grundstück groß genug ist, um als Eigenjagdbezirk zu gelten. Wenn dies nicht der Fall ist, werden Eigentümer kleinerer Grundstücke rechtlich als eine Jagdgenossenschaft eingestuft und das Jagdausübungsrecht fällt dieser Genossenschaft zu. Sowohl der Eigenjagdbezirk als auch der Jagdbezirk einer Jagdgenossenschaft können verpachtet werden.

Wie, wann und ob gejagt werden kann, hängt von den jeweils gültigen Jagd- bzw. Schonzeiten der Wildart ab. Eine weitere Voraussetzung für das aktive Jagen ist der Besitz eines Jagdscheins, der auch zum Erwerb von Jagdwaffen notwendig ist.