Handwerksrecht

Das Handwerk als Berufsstand wird in Deutschland durch die 1953 erlassene Handwerksordnung geschützt, geregelt und gefördert. Die Vorschriften der Handwerksordnung regeln den Zugang zum Beruf, die Aus- und Fortbildung, den Nachweis der Befähigung (Meisterprüfung) sowie die Aufsicht und die berufsständischen Organisationen (Innungen, Handwerkskammer).

Handwerkliche Tätigkeiten sind teilweise zulassungspflichtig und teilweise frei zugänglich. Handwerksberufe, die innerhalb kurzer Zeit erlernt werden können, sind von der Zulassung und auch von dem Ablegen einer Meisterprüfung befreit. Seit der Reform der Handwerksordnung sind die Eintragung in die Handwerksrolle und die Meisterprüfung für die Führung eines Handwerksbetriebs nur dann notwendig, wenn es sich dabei um ein zulassungspflichtiges Handwerk handelt.

Die Handwerkskammern sind Körperschaften, die die Interessenvertretung des Handwerks wahrnehmen. Sie sind der Rechtsform nach Körperschaften des öffentlichen Rechts und zuständig für die Belange des Handwerks, die sie im Rahmen ihrer Selbstverwaltung regeln. Die Mitgliedschaft ist für Handwerksbetriebe verpflichtend.

Artikel im Bereich Handwerksrecht

In den letzten Wochen hat der Bundesgerichtshof zwei weitere interessante Entscheidungen zu Schönheitsreparaturklauseln und Endrenovierungsvereinbarungen getroffen. Mit Urteil vom 18. Februar 2009 hatte der BGH über die Wirksamkeit einer Schönheitsreparaturklausel in einem Formularmietvertrag zu entscheiden, wonach die vom Mieter zu tragenden Schönheitsreparaturen neben dem Tapezieren, Anstreichen der Wände und Decken etc. auch den Außenanstrich von Türen und Fenstern sowie das Streichen der Loggia umfassten.

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Erschienen am 2. Dezember 2010 unter Handwerksrecht