Umwandlungsrecht

Die Wahl der Rechtsform bei der Gründung eines Unternehmens erfolgt unter Berücksichtung von privaten, vermögenstechnischen, rechtlichen und steuerrechtlichen Aspekten, die sich im Laufe der Zeit beträchtlich ändern können. Mit dem 1995 in Kraft getretenen Umwandlungssteuergesetz verfolgte der Gesetzgeber das Ziel, für Unternehmen steuerneutrale gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungsmaßnahmen zu ermöglichen.

Bei der Umwandlung handelt es sich um Verschmelzung, Spaltung oder Ausgliederung von Unternehmen, um Änderungen im Rahmen eines Konzerns, um den Wechsel der Rechtsform zum Beispiel bei Nachfolgeregelungen, um den Wechsel von einer GmbH in eine AG oder um die Überführung einer AG in eine Europäische Aktiengesellschaft.

Das Gesetz vereinfacht diese Umwandlungen, die auch ohne diese Regelungen möglich, aber ungleich komplizierter wären. Die im Gesetz vorgesehene Gesamtrechtsnachfolge erleichtert Spaltungen und Fusionen. Die Wahrung des Prinzips der Identität des Rechtsträgers bewirkt, dass der Wechsel der Rechtsform einfacher bewerkstelligt werden kann. Bei den rechtlich aufwändigen Transaktionen, die eine Umwandlung erfordert, ist eine Unterstützung durch Rechtsanwälte für Gesellschaftsrecht notwendig.