Konzernrecht

Ein Konzern ist der Zusammenschluss mehrerer Unternehmen unter einer einheitlichen Leitung. Es kann sich dabei um Unternehmen im gleichen Marktsegment (horizontaler Konzern) oder um Unternehmen, deren Angebot einer Produktionskette entspricht (vertikaler Konzern).

Das Verhältnis der den Konzern konstituierenden Unternehmen kann entweder hierarchisch sein, wie es zwischen Mutter- und Tochterunternehmen der Fall ist (Unterordnungskonzern), oder die Unternehmen haben eine identische Rechtsstellung (Gleichordnungskonzern). Die rechtlichen Vorschriften des Aktiengesetzes gelten auch für Konzerne, da sie aus Kapitalgesellschaften bestehen. Die Regeln der Konzernbildung sind im Kartellrecht festgelegt.

Der Arbeitgeber der Beschäftigten ist nicht der Konzern sondern die einzelnen Unternehmen. Es gibt die Möglichkeit eines Konzernarbeitsverhältnisses, bei dem ein von einem der beteiligten Unternehmen beschäftigter Mitarbeiter in anderen Unternehmen des Konzerns eingesetzt wird. Diese Möglichkeit setzt voraus, dass der Arbeitsvertrag entsprechend aufgesetzt oder modifziert wurde. Die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers verbleiben bei dem Unternehmen, mit dem das Beschäftigungsverhältnis vertraglich vereinbart wurde.