Aktiengesellschaftsrecht

Unter Aktiengesellschaftsrecht und Aktienrecht wird die Gesamtheit der Vorschriften und Bestimmungen verstanden, die die Gesellschaftsform der Aktiengesellschaft und den Umgang mit den von diesen Gesellschaften ausgegebenen Aktien(anteilen) definieren und regulieren.

Die Regelungen sind vor allem im Aktiengesetz niedergelegt. Für börsennotierte Aktiengesellschaften, deren Aktien an der Börse gehandelt werden, gelten teilweise strengere Regeln als für nicht börsennotierte Aktiengesellschaften. Eine relativ neue Rechtsform ist die auf europäischem Recht beruhende Societas Europae (Euopäische Kapitalgesellschaft).

Die Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital in Aktien aufgeteilt ist. Das Grundkapital muss bei der Gründung mindestens 50.000 Euro betragen. Obligatorisch einzurichtende Organe der Aktiengesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung.

Eine Aktiengesellschaft gehört den Aktionären, die die Aktien der Gesellschaft besitzen. Aktionäre beteiligen sich am Gewinn der Aktiengesellschaft und haften in der Höhe des Nennwerts ihrer Aktien. Das 2004 in Kraft getretene Anlegerschutzverbesserungsgesetz soll die Rechte von Kleinaktionären schützen, die sich am Grundkapital börsennotierter Aktiengesellschaften beteiligen.