Haftungsrecht der Notare

Notare haften für Amtspflichtverletzungen und sind grundsätzlich schadenersatzpflichtig, wenn die Pflichtverletzung vorsätzlich begangen wurde. Bei fahrlässig begangenen Pflichtverletzungen haftet der Notar nur dann, wenn die geschädigte Person nicht anderweitig entschädigt werden kann. Für den Schadenersatz gelten die einschlägigen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches. Einzelheiten der Haftung sind in der Bundesnotarordnung genauer spezifiziert.

Notare sind verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen, deren Höhe mindestens 500.000 Euro pro Versicherungsfall betragen muss. Pflichtverletzungen kommen zwar selten vor, im Falle eines Falles ist es jedoch sehr aufwändig, den Schadenersatzanspruch durchzusetzen. Rechtsanwälte, die Notarhaftungsfälle betreuen, müssen auf vielen Rechtsgebieten fundierte Kenntnisse und Erfahrungen haben. Dies gilt insbesondere dann, wenn ihr Mandant die geschädigte Person ist.